Warum hat Bayern so ein Problem mit Cannabis?

In keinem Bundesland ist der Fahndungsdruck auf uns Kiffer so hoch wie in Bayern? Was sind die Gründe?

Als gebürtiger und wohnhafter Bayer bin ich von Geburt an Bayern-Experte und kann die Frage deshalb kompetent beantworten. Doch um die Frage beantworten zu können, lohnt sich ein Blick in die Geschichte Bayerns:

Tatsächlich gab es auch in Bayern industriellen Hanfanbau. Allerdings war bis zum Zweiten Weltkrieg das Gebiet des heutigen Thüringens um Weimar, Erfurt und bis Norderstedt das weltweit größte Anbaugebiet von Hanf. Die Weimarer Klassik wäre ohne den wirtschaftlichen Erfolg von Hanf gar nicht denkbar gewesen (Goethe war ein Kiffer). Weimar war damals das Amsterdam der Klassik und sein Reichtum gründete auf dem Rohstoff Hanf.

In Bayern wurden zur gleichen Zeit die Trachtenmoden beim einfachen Volk immer beliebter. Die traditionellen Hemden, die so geschnitten sind, dass auch ein Bierbauch hineinpasst, wurden aus Hanf hergestellt, der anfangs sogar in Bayern in großem Stil angebaut wurde.

Doch die wirtschaftlich und sozial unterentwickelten Bayern schafften es nicht, Hanffäden von hoher Feinheit zu spinnen, so dass sich der bayrische Hanfstoff im Vergleich zum Thüringer Hanfstoff sehr grob und kratzig anfühlte. Das führte dazu, dass die bessere Gesellschaft ihre Trachtenhemden aus Thüringer Hanf fertigen ließen.

Die bayrischen Hanfbauern aber wurden durch die Konkurrenz und den damit verbundenen Preisverfall dazu gezwungen, den Hanfanbau aufzugeben. Eine wirtschaftliche Katastrophe, gefolgt von Hungersnot drohte dem Bergvolk. Doch glücklicherweise erreichte Bayern zu dieser Zeit eine bahnbrechende Erfindung der Ägypter:

Die Ägypter hatten das Problem, dass ihre Sklaven starben, weil sie das verunreinigte Wasser aus dem Nil tranken. Durch Zufall entdeckten die Ägypter die wasserreinigende Wirkung des Gärprozesses, wenn beispielsweise im Wasser Weizen vergoren wird. Das Getränk wurde dadurch keimfrei und der geringe Anteil Alkohol, der dabei entstand, hatte auf die Sklaven eine aufputschende Wirkung, die auch noch ihre Arbeitsmoral steigerte.

Diese Effekte machten Bier zum Verkaufsschlager auf der ganzen Welt und auch in Bayern verbreitete sich das Sklavengetränk und beförderte damit den Zerfall der bayrischen Gesellschaft durch Drogenabhängigkeit, Sucht und Elend.

Da sich Hopfen und Hanf botanisch sehr ähneln, war es für die hungernden Bauern naheliegend, auf Hopfen umzusteigen um am prosperierenden Biermarkt zu profitieren.

Natürlich wussten die bayrischen Bauern, dass sie da dem Teufel in die Hände spielten. Um ihr Gewissen zu bereinigen, brauten sie selbst heimlich Bier und brachten es während der Fastenzeit zu den Mönchen. Die durften ja während der Fastenzeit nicht essen, wohl aber trinken. Und die Mönche taten es gern.

Aber auch sie plagte ein schlechtes Gewissen. So packten Sie eine der Flaschen Bier und schickten sie dem Pabst nach Rom mit der Frage, ob ein solches Getränk denn während der Fastenmonate für die Mönche erlaubt sei.

Nun war die Reise von Freising nach Rom lang und beschwerlich und das Bier von damals hielt nicht besonders lange. Also kam da ein verdorbenes Bier an, von dem der Pabst kostete, beinahe kotzte und angewidert von sich vernehmen ließ, dass ein solch scheussliches Getränk gerne von den Mönchen während der Fastenzeit getrunken werden darf.

Da nun selbst der Pabst die Droge segnete und die Mönche trotz langer Fastenzeiten erstaunlich fett wurden, sagte man dem Bier eine göttliche Bedeutung zu und rechtfertigte damit den über das Land ziehenden Alkoholismus. Bier wurde dann zum Brotersatz und Arbeitgeber durften einen Teil des Lohns ihren Mitarbeitenden in Form von Bier vergüten. Somit wurde das ganze Volk angefixt und verfiel zunehmend dem Alkohol.

Da das bayrische Drogenproblem nie gelöst wurde, kann man heute davon ausgehen, dass nahezu alle Bayern alkoholkrank sind. Alkoholkranke wiederum sind bekannt dafür, dass sie Ihre Sucht leugnen. Nicht umsonst bekennen sich Anonyme Alkoholiker erst mal zu ihrer Sucht, bevor sie ihren Namen sagen.

Unterbewusst weiss aber jeder Alkoholiker, dass er seiner Droge auf Lebzeiten ausgeliefert sein wird, dass ihn die Droge früher oder später töten wird, und das er auf dem Weg dorthin schreckliche viele Gehirnzellen verlieren wird.

Der Kiffer hingegen ist weniger abhängig von seiner Droge, er wird sich daran auch nie vergiften und seine Gehirnstruktur wird auch nicht geschädigt.

Also fängt der Alkoholiker an, seine Droge zu verharmlosen und aus Neid den Cannabis zu verteufeln. Und so lässt sich die rigerose Haltung der bayrischen Volksseele erklären, die Cannabis-Konsumenten auch heute noch am liebsten auf dem Scheiterhaufen verbrennen würden.

Dabei könnte Cannabis auch in Bayern zur Rettung beitragen, nachdem Cannabis nachweislich keine Einstiegsdroge ist, sondern eine Ausstiegsdroge. Hunderte von Ex-Alkoholikern haben es geschafft, dank Cannabis von der Droge Alkohol los zu kommen.

Es bleibt also abzuwarten, ob die deutschlandweite Legalisierung von Cannabis mittel- bis langfristig zu einem signifikanten Anstieg von Intelligenz des bayrischen Volkskörpers führen könnte. Zu wünschen wäre es ja den armen Bayern.

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